Eine Enklave von strategischer Bedeutung in der Geschichte Andalusiens. Die Stadt beeindruckt den Besucher mit seiner Gastfreundschaft und Bescheidenheit. Auf der Festung Fortaleza de la Mota, die den Horizont beherrscht, kann der Besucher das Interpretationszentrum Vida de la Frontera besuchen: Avantgarde und Tradition verschmelzen hier zu einer einzigartigen und unvergesslichen Erfahrung.

Seine besondere Lage in der Grenzregion hat die Geschichte von Alcalá la Real nachhaltig geprägt und seine Bevölkerung zu kosmopoliten und offenen Bürgern geformt.

Obgleich es seit dem Paläolithikum Hinweise auf menschliche Besiedlung gibt, erlebt die Enklave erst während der arabischen Ära eine große Entwicklung, die ab dem Jahr 713 ihren Höhepunkt erreicht.

Seine Struktur gab Alcalá la Real, aus dem Arabischen al Qalat (die Festung) seinen Namen. Das Gebäudeensemble der Festung la Fortaleza de la Mota, die 1931 zum nationalen Kulturdenkmal erklärt wurde, zeugt mit seinen Burgmauern, seinem Turm Torre de la Alcazaba und seinen unzähligen Wehrtürmen vom Glanz der ehemals bedeutenden Stadt.

Seine Blütezeit während der arabischen Ära erreicht die Stadt im 12. Jahrhundert unter dem Protektorat der Familie Banu Said. Bereits im 8. Jahrhundert wechselt die Stadt, aufgrund seiner strategischen Lage auf der Hochebene an der Grenze zwischen Cordoba und Granada immer wieder von christlicher in arabische Herrschaft. Alfons XI. erobert die Stadt im Jahre 1341. Die Stadt unterliegt somit der direkten Kontrolle der Krone, die dort eine Abtei unter eigener Schirmherrschaft erbaut und diese zu einem der Hauptstützpunkte im Beginn der Reconquista von Granada macht.

Heute zählt die Stadt ca. 23.000 Einwohner.